Warum sollte man einen Beruf wählen, den man liebt?

Warum sollte man einen Beruf wählen, den man liebt?

Wir verbringen einen Großteil unseres Lebens auf der Arbeit. Ist der Job, in dem man arbeitet nur ein bloßes Mittel zum Zweck oder noch schlimmer, schleppt man sich täglich mit Bauchschmerzen und schlechter Laune zur Arbeit, wirkt sich das auch negativ auf andere Lebensbereiche aus. Es ist schwierig, das richtige Maß an finanzieller Unabhängigkeit, beruflicher Selbstverwirklichung und privater Zufriedenheit zu erreichen. Umso wichtiger ist es, eine weise und wohl überlegte Berufswahl zu treffen, die einen in mehr als nur einer Weise glücklich macht.

Wieso ist die richtige Berufswahl so wichtig?

Der durchschnittliche Arbeitnehmer arbeitet in der Woche rund 41 Stunden. Viele Menschen verbringen aber deutlich mehr Zeit an ihrem Arbeitsplatz. Und selbst wenn eigentlich die Freizeit beginnen sollte, verfolgt und beeinflusst einen der Job immer noch. Das ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Denn natürlich beschäftigen die Erfolge und Probleme auf dem Arbeitsplatz einen auch noch nach Feierabend. Sind dies hauptsächlich negative Gefühle, weil Frust, Angst oder Überforderung die dominierenden Emotionen im Berufsalltag sind, beeinflusst das auch das Privatleben. Schlechte Laune und Angst können in Aggressionen umschlagen, die man leider häufig an seinen engsten Vertrauten auslässt. Vor der Arbeit ist man ungehalten und aufgeregt und nach dem Feierabend muss das Erlebte auf der Arbeit erst einmal verdaut werden. Und auch auf das eigene Selbstbewusstsein, kann sich der falsche oder der richtige Beruf auswirken. Ist man zufrieden in seinem Job, wird das eigene Selbstbewusstsein gestärkt. Man lernt seine Stärken und Schwächen kennen, meistert Herausforderungen durch positive Motivation und nicht durch Druck und Angst. Da wir so viel Zeit unseres Lebens auf der Arbeit verbringen, sollte uns diese Tätigkeit möglichst zufriedenstellen und ausfüllen. Die Zufriedenheit, die man in seinem Beruf empfindet wird sich dann auch auf das eigene Privatleben auswirken. Man wird selbstbewusster, strahlt Ausgeglichenheit aus und ist mit den Gedanken nicht immer beim Job. Ausschlaggebend für die Zufriedenheit am Arbeitsplatz muss auch nicht immer die Höhe des Gehalts sein. Natürlich ist die Bezahlung für die eigenen Leistungen nicht unwichtig, aber nicht primäres Kriterium für die eigene Zufriedenheit im Job. Wichtiger ist, dass einen die ausgeübte Tätigkeit glücklich macht und in gesundem Maße fordert. Die eigenen Fähigkeiten sollten voll ausgeschöpft werden, ohne zu einer dauerhaften Überforderungssituation zu führen.

Was sind die Folgen, wenn man den eigenen Beruf hasst?

Die jahrelange Beschäftigung in einem Arbeitsverhältnis, das man hasst, kann schwere negative Folgen für Arbeitnehmer haben. Morgendliche Angst vor dem Gang zur Arbeit, ständige Unzufriedenheit und daraus resultierende Beziehungsprobleme können langfristig zu schweren psychischen Problemen führen. Die negativen Gefühle auf der Arbeit können sich auf das Privatleben übertragen und eine Spirale der Frustration wird in Gang gesetzt. Auch in der Freizeit kann man nicht richtig entspannen und die Probleme auf der Arbeit lassen einen nicht mehr los. Depressionen oder Burn Out sind häufige psychische Folgen, die bei Arbeitnehmern auftreten, die lange in einem Beruf arbeiten, den sie hassen. Daher sollte man sich frühzeitig darüber Gedanken machen, welcher Beruf und welche Tätigkeiten gut zu den eigenen Interessen passen.

Was tun, wenn man in seinem Beruf unglücklich ist?

Viele Menschen haben Angst davor, trotz großem Leidensdruck im Job, den Arbeitsplatz oder gar den Beruf zu wechseln. Der Grund dafür sind Existenzängste und finanzieller Druck. Doch auf lange Sicht macht eine finanzielle Absicherung, für die man zu große persönliche Opfer bringen muss, auch nicht glücklich. Sind die Unzufriedenheit und die Ablehnung im Beruf zu groß, lohnt es sich auf jeden Fall, über einen Berufswechsel nachzudenken, egal wie alt man ist.