So funktioniert die Volkswirtschaft

Was ist Volkswirtschaft und wie funktioniert sie?

Begriffserklärung Volkswirtschaft:

Unter dem Begriff Volkswirtschaft versteht man alle Haushalte, Staaten und Unternehmen die in einem bestimmten Raum (Bund oder Staat) zusammen arbeiten. Grundsätzlich lässt sich sagen: je effizienter die Volkswirtschaft ist, desto geringer ist die Zahl der Arbeitslosen. Man unterscheidet zwischen einer offenen und einer geschlossenen Volkswirtschaft.

a) die offene Volkswirtschaft: Bei diesem Modell werden bei der Berechnung der Leistung unterschiedliche Faktoren wie zum Beispiel der Export und der Import sowie Angebot und Nachfrage mit einbezogen.

b) die geschlossene Volkswirtschaft: Hierbei berechnet man nur die Leistung von privaten Haushalten und Unternehmen. Bei der Volkswirtschaftslehre beschäftigt man sich mit der vermögenswirksamen Leistung aller Wirtschaftssubjekte. Es wird dem Zusammenhang von der Erzeugung und der Verteilung der unterschiedlichsten Gütern unter dem Einfluss von verschiedenen Produktionsfaktoren auf den Grund gegangen.

Anwendungsgebiete der Volkswirtschaft:

Die Volkswirtschaft befasst sich in erster Linie mit der Leistung die diverse Wirtschaftssubjekte, also Haushalte, Staaten und Unternehmen in einem gewissen Wirtschaftsraum, also dem Bund oder dem Staat erbringen. Dazu zählt zum Beispiel die Berechnung des Bruttoinlandsproduktes oder des durchschnittlichen Volkseinkommens. Neben der Leistung wird bei der Volkswirtschaft auch die Verteilung des Einkommens berechnet. Des Weiteren beschäftigt man sich auch mit der Entwicklung der Preise und der Arbeitslosigkeit. Es wird auch festgestellt ob und wenn ja in welchem Ausmaß die unterschiedlichen Wirtschaftssubjekte im Außenhandel tätig sind. Diese Werte werden stets neu berechnet um auf eventuelle Veränderungen aufmerksam zu werden. Diesen Vorgang bezeichnet man dann als volkswirtschaftliche Gesamtrechnung bei dem die volkswirtschaftliche Gesamtleistung berechnet wird. Zur Berechnung dieser Faktoren werden in der Volkswirtschaft spezielle Modelle eingesetzt.

Die Volkswirtschaftslehre:

Die Volkswirtschaftslehre befasst sich mit dem menschlichen Handeln unter verschiedenen ökonomischen Voraussetzungen. Man stellt sich hier grundsätzlich die Frage wie man das menschliche Handeln auf ökonomische Art und Weise begründen kann. In der Volkswirtschaftslehre geht man bei der Berechnung immer davon aus, dass die Ressourcen knapp sind. Es wird ermittelt ob es auch bei wenigen Ressourcen möglich ist die Bedürfnisse aller Wirtschaftssubjekte zu befriedigen. Des Weiteren wird bei dieser Lehre der Frage nachgegangen welches spezielle Handeln den größten Nutzen für die Menschheit bringt. Die Volkswirtschaftslehre arbeitet Hand in Hand mit der Wirtschaftspolitik. Je nach Gesetz werden so Empfehlungen für die richtige Handlung abgegeben. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei immer auf die wirtschaftlichen Vorgänge des Einzelnen gelegt. In diesem Fall spricht man dann von der Mikroökonomie. Beschäftigt man sich hingegen mit den gesamten wirtschaftlichen Vorgängen eines Landes spricht man von der Makroökonomie. Teilgebiete der Volkswirtschaftslehre sind zum Beispiel die Wirtschaftstheorie, die Makroökonomie, die Ökonometrie, die Mikroökonomie und die Finanzwissenschaft.

Die Geschichte der Volkswirtschaft:

Generell lässt sich sagen: je nach sozialer Ordnung erbringen Menschen unterschiedliche wirtschaftliche Leistungen. Dies war früher nicht anders als es heute ist. Volkswirtschaft bezeichnet also seit je her die Leistung die Menschen durch das Wirtschaften innerhalb eines Staates erbringen. Der Begriff volkswirtschaftlich kann aber auch genau so gut als Gegensatz zum Begriff privatwirtschaftlich gesehen werden. Um beide Wirtschaften unter einen Hut bringen zu können wurde von Herrn Adolf Wagner und Herrn Heinrich Dietzel der Begriff der theoretischen Sozialökonomik in die Welt gesetzt. Laut Angaben hat man sich das erste Mal im Zeitalter des Merkantilismus ausgiebig mit dem Thema Volkswirtschaft auseinandergesetzt. Seit diesem Zeitpunkt an stellen sich Menschen immer wieder die Frage wie man die Theorie der Ökonomie am besten in die Praxis umsetzen kann. Ernsthafte akademische Debatte über dieses Thema, wie sie heute üblich sind, gab es zum damaligen Zeitpunkt aber noch nicht.

Herr Homas Mun gilt als einer der ersten Autoren im ökonomischen Bereich. Er hatte sich als einer der ersten mit dem Thema auseinander gesetzt wie die Punkte Angebot und Nachfrage am effektivsten zusammen spielen. Er verfasste unter anderem als Erster einen Bericht über die Handlungsbilanzen von zwei unterschiedlichen Ländern. Nach ihm wagte sich dann Herr Jean Baptiste Colbert an das Verfassen von ökonomischen Handelsbilanzen. Er verfasste auch ein Buch darüber wie sich das Eingreifen eines Staates in die Wirtschaft des Landes auswirkt. Die ersten handfesten Theorien zu diesem Thema wurden von den Herren John Law, Lohn Locke und William Petty aufgestellt. Sie beschäftigten sich vor allem mit den grundlegenden Themen wie zum Beispiel Geld und dessen Umlauf und Banknoten. So bekam die Volkswirtschaft allmählich eine handfeste Struktur mit fixen Prozessen. Es wurde ein Kreislauf der Wirtschaft dargestellt der erste systematische Ansätze lieferte. Aus dieser Darstellung entwickelte sich später die oben erwähnte volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Mit Hilfe dieses Kreislaufes begann man auch mit dem heute noch angewandten volkswirtschaftlichen Rechnungswesen. Dies war die Zeit der physiokratischen Epoche.